Die Ereignisse überschlagen sich

Mai 12th, 2010

Ein Machtwort des Finanzministers und die ganze Branche der offenen Fonds steht Kopf. Anleger versuchen raus zu kommen. Fonds schließen und geben keine Anteile mehr aus. Erleben wir das Ende einer Asset-Klasse? Und wenn, war es dann Mord oder vielleicht nur Tötung auf Verlangen. Denn die Branche will doch nicht ernstlich behaupten, sie hätte diesen Oktober in aller Frische überlebt. Im Oktober 2010 müssen die Fonds wieder öffnen, die im Oktober 2008 geschlossen wurden. Es dürften dann erdrutschartige Abwertung erforderlich werden. Das hätte die anderen -noch- offenen Fonds genauso heftig getroffen, wie der Schäuble-Vorstoß. Und das wurde jetzt ein Stückchen vorweg genommen. Und: Man kann die Maläse auf jemand anders schieben. 

In der Presse dominiert aber die PR der Emittenten:

Ministerium zwingt Fonds in die Knie 

Immobilienfonds legen Geschäfte auf Eis

BMF lässt Offene Fonds sterben

Kanam und SEB schließen offene Immobilienfonds

Verstärkt der Fiskus die Krise?

KanAm stoppt Rücknahme

Auch SEB Immoinvest ist wieder dicht

Weiteter Fonds geschlossen

Mai 6th, 2010

Kanam Grund gibt bekannt, dass Anteile am KanAm grundinvest Fonds nicht mehr zurück genommen werden. Liegt das an Schäubles Initiative oder bestätigt das den Finanzminister? Hier mehr in Börse online.

“Zwangsfusion“ der offenen Immobilienfonds der Commerzbank:

Mai 6th, 2010

Deutschlands größter Verein geschädigter Immobilienfonds-Anleger stellt kritische Fragen

Berlin. Mitte April haben die Anleger Post erhalten: Die  beiden offenen Fonds der Commerzbank werden miteinander verschmolzen. Der seit 1972 operierende, ca. 10,7 Mrd. EURO schwere hausInvest Europa soll den seit 2003 operierenden, ca. 1,6 Mrd. EURO schweren hausInvest Global übernehmen. Zum 30.09.2010 soll die Zwangsfusion wirksam werden, ein neuer Gigant entsteht. Aber erhalten die Anleger wirklich „das Beste aus zwei Welten“, wie Commerz Real-Vertriebsvorstand Erich Seeger sich zitieren lässt? Der Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V., Deutschlands größter Verein geschädigter Immobilienfonds-Anleger, stellt kritische Fragen. Der Grundverdacht: Muss der vergleichsweise solide hausInvest Europa Schwierigkeiten seines kleinen „Schwesterfonds“ hausInvest Global auffangen? Und werden die Anteile der Anleger des hausInvest Europa dadurch mittelbar entwertet?     Thomas Lippert, Vorstand Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V.: „.“Die Fondsimmobilien des hausInvest Global liegen zu 56 % in Singapur, Kanada und Japan. In diesen Ländern, die stark von der Finanzkrise betroffen sind, laufen hohe Prozentsätze der Mietverträge in diesem und dem kommenden Jahr aus. Wie sieht es mit der Anschlussvermietung aus? Stehen Nachmieter zur Verfügung? Oder sollen die Anleger des soliden hausInvest Europa Vermietungsprobleme ihres Schwesterfonds übernehmen?“  Kerstin Kondert, Vorstand Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V.: „Die Gebührenbelastung der Fonds ist zu hoch. Nachdem der hausInvest Global schon in der Vergangenheit wegen hoher Gebührenbelastungen kritisiert wurde, werden die Probleme nunmehr auf den hausInvest Europa übertragen. Bereits ab dem 01.04.2010 sollen Gebühren auch dann anfallen, wenn die zugrundeliegenden Geschäfte nicht abgewickelt werden. Und ab dem 01.10.2010 zahlen auch die Anleger des hausInvest Europa um 50 % höhere Kosten als bisher, jedenfalls wenn der Fonds Immobilien außerhalb Europas erwirbt. Wir halten diese Kostensteigerungen nicht für berechtigt .“ Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Schirp, Vertragsanwalt des Aktionsbundes Aktiver Anlegerschutz e.V.: „Wir prüfen für unsere Mandanten im hausInvest Europa, ob gegen die Verschmelzung vorgegangen werden soll. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Rolle der Commerzbank: Sie ist nicht nur Konzernmutter der Commerz Real, die die beiden Fonds verwaltet; sie nimmt daneben auch die Rolle der Depotbank wahr. Als Depotbank muss sie aber die Fonds kontrollieren und ausschließlich die Interessen der Anleger wahrnehmen. Wir werden sehr sorgfältig darauf achten, dass dies geschieht, und zwar gerade auch im hausInvest Europa – anderenfalls müssten wir rechtliche Abhilfe schaffen.“ 

Eines jedenfalls ist für die AAA-Experten sicher: Die Anleger sollten sich nicht in eine Schließungs- und Abwertungsspirale hinein ziehen lassen. Lippert: „Die Märkte sind nervös. Daher ist es doppelt wichtig, dass die Anleger des hausInvest Europa nicht noch fremde Probleme mit bewältigen müssen“.  

Kontakt Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V.Vorstand Thomas Lippert

Dorotheenstr 310117  BerlinTel 030- 315 193 40Fax 030-315 193 420Lippert@Aktionsbund.dewww.aktionsbund.de Rechtsanwalt Dr. Wolfgang SchirpVertragsanwalt des Aktionsbundes Aktiver Anlegerschutz e.V.Dorotheenstr 310117  BerlinTel 030-3276170Fax 030-32761717schirp@ssma.de 

“Zwangsfusion“ der offenen Immobilienfonds der Commerzbank:

Mai 4th, 2010

 Deutschlands größter Verein geschädigter Immobilienfonds-Anleger stellt kritische Fragen

Berlin. Mitte April haben die Anleger Post erhalten: Die  beiden offenen Fonds der Commerzbank werden miteinander verschmolzen. Der seit 1972 operierende, ca. 10,7 Mrd. EURO schwere hausInvest Europa soll den seit 2003 operierenden, ca. 1,6 Mrd. EURO schweren hausInvest Global übernehmen. Zum 30.09.2010 soll die Zwangsfusion wirksam werden, ein neuer Gigant entsteht. Aber erhalten die Anleger wirklich „das Beste aus zwei Welten“, wie Commerz Real-Vertriebsvorstand Erich Seeger sich zitieren lässt? Der Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz e.V., Deutschlands größter Verein geschädigter Immobilienfonds-Anleger, stellt kritische Fragen. Der Grundverdacht: Muss der vergleichsweise solide hausInvest Europa Schwierigkeiten seines kleinen „Schwesterfonds“ hausInvest Global auffangen? Und werden die Anteile der Anleger des hausInvest Europa dadurch mittelbar entwertet?  

Mehr hier: Das Investment zu offenen Immobilienfonds

 

Breites Medienecho auf Schäubles Vorstoß

Mai 4th, 2010

Die FAZ mutmaßt, dass der Finanzminister über die Fondsbranche verärgert ist und deshalb hart reagiert: Offene Immobilienfonds im Visier. Capital sieht ähnliche Tendenzen: Schäuble will offene Immobilienfonds zurechtstutzen.  

Schäuble bleibt nicht nur hart

Mai 4th, 2010

er wird noch härter. Er will jetzt bei offenen Fonds pauschale Bewertungsabschläge vornehmen. Im Finanzministerium hat man wohl gemerkt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Immobilien der Fonds jahrelang immer wertvoller werden, allen Krisen zum Trotz. Hier geht es zum Artikel im Property Magazin: Offene Immobilienfonds: BMF verschärft Vorschläge

Debatte um offene Immobilienfonds geht weiter

April 23rd, 2010

Der Beitrag von Hannes Peterreins in „Das Investment“ problematisiert die Rolle der freien Liquidität in offenen Immobilienfonds. Einerseits ist sie wohl erforderlich, damit die Fonds Zeichner auszahlen können. Andererseits investiert ein Neu-Zeichner dann in Bargeld, das schlecht verzinst herumliegt, während der Fonds häufig gleichzeitig Finanzierungen laufen hat. War Ihnen das klar, als Sie Ihren Fonds zeichneten?

Mehr hier: Cash, Kredite, Investitionen: Gefährliches Dreierlei der Immobilienfonds

Offene Fonds bald zu?

April 22nd, 2010

Im Oktober 2010 werden einige offene Fonds zwei Jahre lang geschlossen sein. Dann sieht das Gesetz vor, dass sie wieder geöffnet werden und sei es um den Preis der Notverkäufe und Preisabschläge. Die Branche ist im Dilemma: Im Oktober öffnen und die ganze Assetklasse möglicherweise nachhaltig schädigen oder mit der Regierung spielen und die Fonds stärker regulieren?  Ich vermute, dass die Entscheidung längst gefallen ist und die Anbieter dieser Fonds eine regulieren vor Allem der Haltedauer und von Kündigungsfristen gerne in Kauf nimmt, um ein Armageddon im Oktober zu vermeiden.  

Hier das Handelsblatt: Immobilienfonds in Not – was Anleger wissen müssen

Werden offene Fonds von den Sünden der Vergangenheit eingeholt?

April 15th, 2010

Mit Sorge sieht der Aktionsbund Aktiver Anlegerschutz die gestiegene Zahl an „Offenen Immobilienfonds“, die aus Liquidationsgründen keine Anteile mehr zurücknehmen. Dazu Dr. Wolfgang Schirp, Vertragsanwalt des AAA: „Charakteristisches Merkmal eines offenen Immobilienfonds ist eben, dass der Anleger jederzeit zu einem feststehenden Kurs seine Anteile zurück geben und sein Geld wieder herausziehen kann.“

Mehr in der angehängten Presseerklärung: 100415-pe-wg-offene-fonds.pdf 

Bei den offenen Fonds trennt sich

März 22nd, 2010

die Spreu vom Weizen. So jedenfalls kann man eine Analyse des neusten Fondstelegramms verstehen. Während Axa, Aberdeen und TMW ihre Fonds nicht in den Griff kriegen, haben zB Deka oder Union Investment die Fonds bisher gut durch die Krise geführt.  Die Stiftug Warentest rät aber bei den Fonds, die schlechter laufen noch nicht zu Notverkäufen. Anleger sollen die weitere Entwicklung abwarten. Mehr hier: TMW Weltfonds dicht