Anlegerschutzvereine – Bereicherung oder Belästigung?

Bekommen Sie öfter Post von Anlegerschützern? Finden Sie überrascht Briefe von Anwälten in Ihrem Briefkasten, die Sie darauf hinweisen möchten, dass Sie möglicherweise Schadenersatzansprüche haben, weil der Prospekt des Fonds X oder Y Fehler und Mängel aufweist? Oder bekommen Sie Einladungen von Anlegerschutzvereinen, die Veranstaltungen zu Film- oder Schiffsfonds einladen? Das allein kann einen ja schon verstören. Schließlich ist es neu, dass Anwälte offensiv für ihre Dienstleistung werben. Dann widersprechen sich diese Briefe auch noch und die Geschäftsführer der jeweiligen Kapitalanlage melden sich und erklären alles für Blödsinn: »wir haben die Lage im Griff«. Dann recherchiert man noch im Internet und fängt an zu begreifen, dass man sich in einem Schlangennest befindet. Jetzt bloß keine falsche Bewegung! Am Besten gar nichts tun, dann macht man auch nichts falsch. Doch leider gilt diese Regel, die zum Überleben beiträgt, wenn man in ein echtes Schlangennest gefallen ist, hier nicht weiter. Wer nicht handelt, verliert oft alles. Der erste Reflex, genervt zu sein durch die Schreiben, vielleicht kommt es sogar zu Telefonanrufen, kann dazu führen, dass man eine wichtige Chance verpasst.

Chancen nicht verpassen!

Wie man an der Börse eine Chance verpassen kann, wenn man nicht rechtzeitig kauft, muss man auch hier rechtzeitig handeln. Bisweilen gibt es nur einen schmalen Zeitunnel für einen sinnvollen Vergleich, schließlich verjähren Ansprüche auch und die aus Prospekthaftung neuerdings sogar recht schnell.

Mehr hier: Brieftaubenangriffe auf Kapitalanleger

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